Liebe Wagnerfans und Freundinnen und Freunde der Oper,

Siegfrieds Tod sollte die Oper zunächst heissen und nur einen Abend dauern; während der Arbeit daran stellte Richard Wagner aber schon bald fest, dass ihm ein Abend bei weitem nicht ausreichte, um das zu erzählen, was ihm am Herzen lag, und so wurde bekanntlich ein Weltdeutungsmythos daraus, der vier Abende und 16 Stunden Musik umfasst.
Nach Rheingold und Walküre sind wir nun also in unserem neuen Zürcher Ring bei der Figur angekommen, die den gedanklichen Ausgangspunkt für Wagners grosses Gesamtkunstwerk bildete: Siegfried, der freie Held, auf dem die letzte Hoffnung des einst mächtigen Göttervaters Wotan ruht und der als einziger noch in der Lage sein könnte, die Welt vom Fluch des Goldes zu befreien. Seien Sie dabei, wenn wir hier am Opernhaus unseren Ring nun weiterschmieden!

Wir freuen uns auf einen intensiven Austausch mit Ihnen.
Mit herzlichen Grüssen und grossem Dank

Andreas Homoki
Intendant und Regisseur des neuen Ring

Dr. Harold Grüninger
Präsident der Freunde der Oper Zürich

Werden Sie Mitglied im Ring-Zirkel!

Auf Sie warten exklusive Einblicke in das Leben und Schaffen Richard Wagners und in die Entstehung des neuen Zürcher Ring. Dabei treffen Sie Sängerinnen und Sänger sowie das Kreativteam der Neuproduktion Siegfried und kommen mit ihnen ins Gespräch. Der Ring-Zirkel ist auf maximal 40 Mitglieder begrenzt. Mit Ihrer Mitgliedschaft unterstützen Sie das Opernhaus Zürich und leisten einen wichtigen Beitrag zur Neuinterpretation von Der Ring des Nibelungen. Die Mitgliedschaft bezieht sich jeweils auf einen der vier Ring-Abende und setzt eine Spende in der Höhe von CHF 5'000 voraus. Diese Zuwendung kann grundsätzlich bei Ihrer Steuererklärung zum Abzug gebracht werden. Für Ihre wertvolle Unterstützung zur Neuinszenierung von Siegfried bedanken wir uns mit Einladungen zu zahlreichen Anlässen, die Sie als Zirkel-Mitglied selbstverständlich in Begleitung besuchen dürfen.

Wir freuen uns sehr, Sie als Mitglied des Ring-Zirkels zu begrüssen.

Katherine Waldvogel ist Ihre Ansprechperson und steht Ihnen gerne für Fragen oder Ihre Anmeldung zur Verfügung unter +41 44 268 66 39 oder .

Samstag, 28. Januar 2023

Konzeptionsgespräch und Probenbesuch mit Andreas Homoki

Auf der Probebühne am Escher-Wyss-Platz werden die Szenen mit dem Cast Stück für Stück erarbeitet. Vor Ort gibt Ihnen Regisseur Andreas Homoki höchstpersönlich einen Einblick in seine Gedankenwelt und erläutert sein Regiekonzept für den Zürcher Siegfried. Der Weg von der eigentlichen Idee bis hin zum fertigen Konzept einer Opern-Neuproduktion nimmt viel Zeit in Anspruch – insbesondere, wenn es sich um das Werk Der Ring des Nibelungen handelt, das von Beginn an das Mitdenken der vier Teile voraussetzt. Sie können sich anhand des Bühnenbildmodells und der Kostümentwürfe einen ersten Eindruck in die Neuproduktion von Siegfried verschaffen. Natürlich bleibt in diesem kleinen Rahmen auch genug Zeit für Fragen an den Regisseur. Nach dem Konzeptionsgespräch erwartet Sie eine szenische Probe mit den Sängerinnen und Sängern, die Sie zu individuellen Gesprächen in den Pausen auch in der Teeküche der Probebühne treffen.

Konzeptionsgespräch 10.00 Uhr
Szenische Probe 11.00 bis 14.00 Uhr

Montag, 30. Januar 2023

Besuch in den Werkstätten – Wo die Kulissen das Licht der Welt erblicken

Wo befinden sich eigentlich die Werkstätten des Opernhaus Zürich? Was macht die Theaterplastik? Was ist und kann eine CNC-Maschine?... Diesen und vielen weiteren Fragen gehen wir auf den Grund. Gemeinsam mit Jörg Zielinski, dem Leiter des Ausstattungswesens am Opernhaus Zürich, finden wir uns an dem Ort ein, an dem die Kulissen zum Leben erwachen! Auf dieser besonderen Führung durch die Opernhaus-Werkstätten werden Sie Bühnenbildelemente von Siegfried aus der Nähe sehen. Natürlich haben wir weitere Überraschungen für Sie vorbereitet – Sie dürfen gespannt sein. Nach dem Besuch geniessen Sie einen geselligen Imbiss.

Visite 18.00 bis 19.30 Uhr
Gemeinsamer Ausklang ab 19.30 Uhr

Freitag, 03. Februar 2023

Ein Abend im Fundus – Kostüme, Kulissen und Kügeliloo

Wahrscheinlich sind Ihnen die Transportfahrzeuge des Opernhaus Zürich auf den Strassen der Stadt schon so einige Male begegnet: Wir besuchen den Ort, an dem die Transporter abladen. An unserem Abend im Opernhaus Zürich-Fundus im Kügeliloo in Zürich-Oerlikon treten wir ein in den Kosmos der Kostüme und Kulissen. Sie erfahren von Kostümdirektorin Verena Giesbert aus erster Hand, wie der Kostümfundus aufgebaut ist, wann der Ozonschrank zum Einsatz kommt, welche Techniken der Kostüm-Instandhaltung angewendet werden und was eine «Kostümbibel» ist. Natürlich werden wir auch einige Kostüme aus Siegfried sehen können. Neben den Kostümen und Requisiten werden im Kügeliloo auch die Kulissen, die aktuell nicht im Einsatz sind, gelagert. Wo schlummern wohl die Bühnenbilder von Das Rheingold und Die Walküre im «ewigen Schlaf», bis Sie für den Ring-Zyklus 2023/24 wieder zum Einsatz kommen? Der Technische Direktor, Sebastian Bogatu verrät uns, wo! Er wird uns das ausgeklügelte Logistiksystem erläutern und die Funktion des eindrücklichen Hochregallagers auch demonstrieren. Geniessen Sie diesen Einblick hinter die Tore des Fundus.

Die Veranstaltung findet abends statt.
Weitere Informationen folgen.

Mittwoch, 08. Februar 2023

Regieprobe mit Andreas Homoki und Dispositzung mit dem Künstlerischen Betriebsbüro

Bevor Sie der Regieprobe von Andreas Homoki im Zuschauerraum des Opernhauses beiwohnen, werden Sie zu einer «Dispositzung» im Spiegelsaal geladen. Diese Art von
Sitzung gehört zum Opernalltag. Die Planung – die sogenannte Disposition –  bildet das Fundament für einen funktionierenden künstlerischen Betrieb, in dem so viele Gewerke wie Zahnräder einer Uhr ineinandergreifen. Gemeinsam mit Mitarbeitenden aus dem Künstlerischen Betriebsbüro und der Technik steigen Sie ein, in die Dispo zu Wagners Mammutwerk. Wann beginnen die Proben des Orchesters und wie viele Termine sind vorzusehen? Wie werden die Sänger:innen «einstudiert»? Wann findet die «Bauprobe» für das Bühnenbild statt? Wie viel Beleuchtungszeit und wie viele Bühnenproben braucht das Stück? Wie reagiert man auf Unvorhergesehenes und was hat es mit «Diensten» und «Ruhezeiten» auf sich? Im Anschluss dürfen Sie den Regieanweisungen von Andreas Homoki folgen und den Sängerinnen und Sängern bei der Probe über die Schulter schauen.

Dispositzung 18.00 bis 19.00 Uhr
Regieprobe 19.00 bis 22.00 Uhr

Sonntag, 12. Februar 2023

Einführungsmatinee mit Lunch

Einige Wochen vor der Premiere diskutieren Andreas Homoki, Gianandrea Noseda, Sängerinnen und Sänger und die Dramaturgin Beate Breidenbach öffentlich über ihre Sicht
auf Wagners Siegfried. Als Mitglied im Ring-Zirkel nehmen Sie im reservierten Bereich an der öffentlichen Einführungsmatinee im Bernhard Theater teil. Im Anschluss erwartet Sie ein Stehlunch, wo Sie sich in sympathischer Atmosphäre mit den Mitwirkenden der Produktion austauschen können. Es bietet sich erneut die Gelegenheit zu individuellen Gesprächen mit der anwesenden Cast.

Einführungsmatinee 11.15 Uhr
Stehlunch ab 12.30 Uhr

Samstag, 18. Februar 2023

Musikalische Probe mit Gianandrea Noseda

Sie tauchen ein in die musikalische Welt von Generalmusikdirektor Gianandrea Noseda und der Philharmonia Zürich. Sie besuchen eine musikalische Probe, eine sogenannte Orchestersitzprobe, im Orchesterprobesaal am Kreuzplatz. Sie erleben den besonderen Moment, wenn die Sängerinnen und Sänger und das Orchester zusammentreffen, und können sich einen ersten Höreindruck des Zürcher Siegfrieds verschaffen. Sie nehmen zwischen Siegfried, Mime, dem Wanderer und Alberich Platz und blicken gemeinsam mit ihnen in die Partitur. Im vorgängigen Gespräch mit dem Dirigenten Gianandrea Noseda erfahren Sie, worauf in dieser musikalischen Probe der Fokus gelegt wird.

Begrüssung durch den GMD 18.30 Uhr
Orchestersitzprobe 19.00 bis 22.00 Uhr

Sonntag, 26. Februar 2023

Festliches Galadinner im Baur au Lac

Als Mitglied im Ring-Zirkel nehmen Sie am festlichen Gala-Dinner im historischen Le Petit Palais im Baur au Lac teil, wo bekanntlich der erste Akt der Walküre 1856 das Licht der Welt erblickte. Sie speisen in familiärer Atmosphäre gemeinsam mit Regisseur Andreas Homoki, Dirigent Gianandrea Noseda und dem internationalen Cast von Siegfried. Lernen Sie Klaus Florian Vogt, unseren Siegfried, und unsere stimmgewaltige Brünnhilde Camilla Nylund persönlich kennen. Oder darf Ihr Tischnachbar doch lieber Tomasz Konieczny, der Wanderer oder Christopher Purves, unser Alberich, sein? Es erwarten Sie musikalische Darbietungen der anwesenden Starbesetzung aus Siegfried. Sie kommen in den Hörgenuss erster Auszüge aus Siegfried, lange bevor das Publikum dies zu Ohren bekommt. Vor Ort werden zudem Plätze für einen Akt Backstage bei einer Siegfried-Vorstellung verlost! Intendant und Regisseur Andreas Homoki und Dirigent Gianandrea Noseda freuen sich, Sie vor Ort begrüssen zu dürfen.

Damit Ihre Spende von der Steuerbehörde als abzugsfähig anerkannt wird, muss für die Teilnahme am Dinner zusätzlich ein Unkostenbetrag von CHF 100 pro Person verrechnet werden. Das Gala-Dinner findet am Abend statt.

Sonntag, 05. März 2023

Premiere «Siegfried»

Auf der gemeinsamen Reise im Ring-Zirkel eröffnen wir Ihnen viele neue Einblicke. Am lange herbeigesehnten Premierenabend kommen all Ihre Erlebnisse und Begegnungen zu einem Grossen und Ganzen zusammen. Als Ring-Zirkel Mitglied haben Sie ein exklusives Vorbezugsrecht auf zwei der begehrten Premierenkarten in der besten Kategorie. In diesem Rahmen geniessen Sie einen Ticket-Conciergeservice. Zur Erinnerung an Ihre grosszügige Unterstützung wird Ihr Name im Programmbuch des Abends abgedruckt. Bei der traditionellen Bühnenbegehung mit dem Technischen Direktor Sebastian Bogatu kurz vor Vorstellungsbeginn können Sie von der Bühne in den noch leeren Zuschauerraum blicken und den Mitwirkenden ein letztes «Toitoitoi» mit auf den Weg geben. In den beiden Pausen treffen Sie in einem reservierten Separée die anderen Ring-Zirkel Mitglieder und können sich über die jeweiligen Akte austauschen – wie in Bayreuth. An der Premierenfeier auf der Bühne gratulieren Sie den Sängerinnen und Sängern und dem Kreativteam rund um Andreas Homoki und Gianandrea Noseda persönlich und stossen auf die Premiere Siegfried an.

Bühnenbegehung 15.00 Uhr
Premiere Siegfried 16.00 Uhr

Samstag, 03. Juni 2023

Auf den Spuren des «Siegfried-Idylls» – Ein Ausflug ins Richard Wagner Museum im Landhaus Tribschen in Luzern

Das Landhaus Tribschen in Luzern ist ein besonderer Wagner-Ort. Nach eigenem Bekunden hat der Komponist in seinem Anwesen am Vierwaldstättersee seine glücklichsten Jahre verbracht. Hier lebte er während sechs Jahren mit seiner zweiten Ehefrau Cosima, der Tochter von Franz Liszt, im Familienglück. Es ist der Ort, an dem 1869 Wagners einziger Sohn Siegfried geboren wurde. Namhafte Persönlichkeiten wie der Bayernkönig Ludwig II. oder Friedrich Nietzsche, die zu seinem Freundeskreis zählten, besuchten ihn in seinem «Tribschener-Idyll». Richard Wagner arbeitete auf seinem Landgut intensiv an seinem epochalen Werk Der Ring des Nibelungen, vollendete seine Oper Die Meistersinger von Nürnberg und schrieb das Siegfried-Idyll, das am 25. Dezember 1870 zum 33. Geburtstag von Cosima im Treppenhaus des Landsitzes zur Uraufführung kam. Auf diesem gemeinsamen Ausflug wird der Blick auf Wagners Jahre zwischen 1866 und 1872 gerichtet. Im Richard Wagner Museum besuchen wir den Originalschauplatz mit besonderer Aura und betrachten den originalen Érard-Flügel des Komponisten aus der Nähe. Wir lauschen dem Siegfried-Idyll gespielt von Musikerinnen und Musikern der Orchesterakademie des Opernhaus Zürich beim Blick in die Ferne über den Vierwaldstättersee.

Für diesen exklusiven Anlass wird ein Kostenbeitrag erhoben.

September bis Anfang November 2023

Ring-Zirkel zu «Götterdämmerung»

Der illustre Ring-Zirkel ist auf maximal 40 Mitglieder begrenzt. Als Mitglied des Ring-Zirkels zu Siegfried ist Ihnen auf Wunsch ein Platz im Ring-Zirkel zu Götterdämmerung reserviert. Auch zu dieser Neuproduktion werden wir ein Begleitprogramm mit überraschenden Einblicken und persönlichen Begegnungen zusammenstellen.

Spielzeit 23/24

Grande Finale - «Der Ring des Nibelungen»

Wenn der komplette Ring geschmiedet ist und in der Saison 23/24 erstmals als Zyklus aufgeführt wird, wird die Kartennachfrage auch von internationalen Wagnerianerinnen und Wagnerianern überwältigend sein. Als Mitglied des Ring-Zirkels erhalten Sie ein Vorkaufsrecht auf zwei Zyklus-Karten der besten Kategorie.

Fotogalerie

 

Ring-Zirkel zu «Die Walküre»

Stimmen aus dem Inneren

Heidi Müller schreibt: «Wir konnten viele Probephasen gemeinsam mit den Walküren erleben. Es begann mit einer Regieprobe, die von einer Klavierprobe, einem sogenannten Coaching, gefolgt wurde. Sehr eindrücklich war die Orchesterprobe am Kreuzplatz und der Höhepunkt war natürlich die Premiere! Bei geselligem Beisammensein kamen wir ins Gespräch mit diesen wunderbaren Sängerinnen. Ich lernte «meine persönliche Walküre» kennen und werde sie im Verdi Requiem in Luzern wiedersehen und hören. Ich freue mich darauf!»

Lesen Sie weitere Eindrücke von Ring-Zirkel-Mitgliedern

«Grössere Wohnung Vordere Escherhäuser: Schön eingerichtet. Seidene Möbel und Gardinen. Liszt: «Kleine Elegance»....»

Richard Wagner
Braunes Buch
April 1853

Richard Wagner und der Schmied im Zeltweg

Der Zeltweg… Wie schön das klingt! Ländliche Idylle, weite Landschaften, hin und wieder ein paar Landleute, die zarte Weisen auf ihren Schalmeien blasend vorüberziehen… Wer Zürich kennt, weiss, wie trügerisch die Verheissung dieses Strassennamens ist: Der Zeltweg liegt in einer ziemlich verkehrsreichen und lauten Gegend. Das war auch schon zu Richard Wagners Zeiten so, als der politische Flüchtling eine durchaus komfortable Wohnung im Zeltweg bezog. Hier arbeitete er an seinem grössten – im Laufe der Zeit immer grösser werdenden und schliesslich wahrhaft monumentale Ausmasse annehmenden – Werk. Im Zeltweg begann er auch die Arbeit am dritten Teil, der vom jungen Siegfried erzählt, jenem unwissenden Kraftprotz, der so gern das Fürchten lernen möchte, zum Glück so furchtlos ist und bleibt, dass er herausfindet, wie das Schwert seines Vaters neu geschmiedet werden kann, jenes beste aller Schwerter, das der oberste Gott einst in Stücke brach.

Wagner liess seine ganze revolutionäre Begeisterung in das Stück einfliessen, wobei gerade Siegfrieds Schmiedeaktion zur zentralen Szene wurde, die in einer kraftvollen Allegorie zeigt, was sich der steckbrieflich gesuchte Komponist unter der Revolution vorstellte: Siegfried schweisst die Stücke des Schwerts nicht zusammen, sondern schmilzt das Metall ein und fertigt daraus ein neues Schwert, das neu und alt zugleich ist.

Das Neue (der Revolutionär dachte selbstverständlich an die neue, gerechtere Gesellschaft) ist nicht das Alte in zeitgemässem Gewand. Es entsteht aber auch nicht, wenn das Vergangene achtlos fortgeworfen wird, sondern nur, wenn man das Alte auf eine radikal neue Weise umwandelt: Das neue Schwert ist das alte und doch ein ganz neues, eines, das nicht an Wotans Speer zerspringt, sondern diesen seinerseits zerlegt, so dass der Weg frei wird für eine neue Weltordnung.

Welch ein schöner, inspirierender Gedanke! Aber wie schwer zu realisieren, wenn der Schmied aus dem Reich der Kunst mit einem höchst realen zusammenstösst! Mit dem Blechschmied nämlich, der auf der gegenüberliegenden Straßenseite wohnte und Wagner mit seinem lauten Hämmern zur Verzweiflung trieb. An der zwölfjährigen Unterbrechung der Kompositionsarbeit war aber nicht er schuld. Wagner hatte einfach die Hoffnung verloren, sein Werk jemals zur Aufführung zu bringen. Es bedurfte der grenzenlosen Wagnerbegeisterung des bayerischen Königs (und des gesamten Inhalts seiner Staatskasse), um diese Hoffnung neu anzufachen und den Ring des Nibelungen doch noch zu Ende zu schmieden. Und der wackere Handwerker von gegenüber trug sogar etwas zum Gelingen des großen Werkes bei: Ein vom ihm provozierter Wutausbruch inspirierte Wagner zu einer der musikalisch witzigsten Passagen seiner schwarzen Komödie.

Werner Hintze

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Ring-Zirkel zu «Das Rheingold»

Ein neuer Ring für Zürich

Die Hauptrollen

Wotan/Der Wanderer Tomasz Konieczny
Alberich Christopher Purves
Mime Wolfgang Ablinger-Sperrhacke
Fricka Patricia Bardon
Freia Kiandra Howarth
Loge Matthias Klink
Erda Anna Danik
Fafner Oleg Davydov
Fasolt David Soar
Brünnhilde Camilla Nylund
Sieglinde Daniela Köhler
Siegmund Eric Cutler
Hunding Christof Fischesser
Siegfried Klaus Florian Vogt
Hagen David Leigh
Gunther Martin Gantner
Gutrune Lauren Fagan
Waltraute Agnieszka Rehlis

 

Die Premierentermine

Das Rheingold 30 Apr 2022
Die Walküre 18 Sep 2022
Siegfried 5 Mär 2023
Götterdämmerung 5 Nov 2023

Der Ring als Zyklus Spielzeit 23/24



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